TC06 - 3D-Druck
Johannes Piontek
Ziel
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- Ziel ist die Erstellung eines eigenen Werkstücks für einen echten Nutzeffekt. Es soll ein Werkstück entstehen, welches eine Funktion im Alltag erfüllt.
- Dabei soll als erstes eine Idee entwickelt werden.
- Die Idee muss auf ihre Umsetzbarkeit eingeschätzt und als Skizze entwickelt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen und lieber erst einmal einen einfachen Entwurf zu erstellen. Dieser kann später noch erweitert werden.
- Anschließend soll die Skizze als 3D-Modell mit Tinkercad umgesetzt werden. Dabei wird sich zeigen, ob das technisch möglich ist.
Was muss ich lernen?
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- Was ist ein 3D-Drucker? Begriffsbestimmung/Definition
- Was bedeutet FDM und wie funktioniert es?
Wie funktioniert ein 3D-Drucker?
Arten von 3D-Druckern
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Es gibt verschiedene Technologien für 3D-Druck. Dazu gehören Schmelzschichtung (FDM), Stereolithografie (SLA) und selektives Lasersintern (SLS) .
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Am bekantesten ist das FDM-Verfahren.
Fused Deposition Modelling (FDM)
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wird auch als Fused Filament Fabrication (FFF) oder Fused Layer Modelling (FLM) bezeichnet.
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Das Prinzip ist wie bei einer Heißklebepistole. Ein fester, strangförmiger Stoff, das Filament, wird in einem Druckkopf geschmolzen und schichtweise übereinander aufgetragen.
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CAD / CAM
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- Die Konstruktion von Objekten mit Hilfe eines Computers heißt Computer Aided Design, kurz CAD.
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- Die Herstellung der Objekte mit einer computergesteuerten Maschine heißt Computer Aided Manufacturing, kurz CAM.
Was muss ich lernen?
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- Welche Schritte muss ich beim Entwurf eines 3D-Druckobjektes abarbeiten?
Die Idee
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Überlege dir, welchen Gegenstand du herstellen könntest. Sprich darüber mit Eltern, Geschwistern oder Freunden♀♂.
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Du kannst für die Ideenfindung auch das Internet nach Ideen für nützliche Alltagsgegenstände durchsuchen. Am Ende soll es aber möglichst ein eigenes Objekt sein.
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Notiere in einem Dokument in Lernsax, wie du gesucht hast und welche Ideen dir gefallen.
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Ein Vorschlag ist ein selbst gestalteter USB-Stick. Den Speicher dafür bekommst du für 2 € vom Lehrer.
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Schreibe dazu auf, welche eigenen Ideen du entwickelt hast und wofür du den Gegenstand benutzen willst.
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Entscheide dich für höchstens 2 Ideen, die du mit dem Lehrer♂♀ besprichst.
Der Entwurf
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Skizziere deine Idee als Freihandskizze auf Papier oder im Computer.
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Größenbegrenzungen für das Projekt: 7 cm x 7 cm x 7 cm.
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Überlege dabei, ob es so funktionieren könnte.
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Besprich dich mit Mitschülern♀♂, die sehen oft Probleme, die du selbst nicht erkennst, oder haben Verbesserungsvorschläge.
Überlegungen vor dem Druck
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- nicht zu komplizierte Objekte erstellen, oft ist es besser, einzelne Teile zu drucken und danach zusammenzufügen
- die Lage der Teile soll so sein, dass möglichst wenig in der Luft schwebt, dann benötigt man weniger Stützstrukturen
3D-Entwurf mit Tinkercad
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Tinkercad https://www.tinkercad.com/ ist eine 3D-Entwicklungsumgebung, die Online überall zur Verfügung steht. Es gibt noch andere, zum Beispiel Paint 3D oder Google SketchUp und viele mehr. Wir arbeiten mit Tinkercad, weil wir da als Klasse zusammen arbeiten können.
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Melde dich in Tinkercad in deiner Klasse an, das passiert erstmalig im Unterricht.
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Schaue dir die "Anleitungen zum selbst lernen" an und probiere die Beispiele aus. Du findest sie unter Aktivitäten in deiner Klasse. Beginne mit "Let's learn Tinkercad".
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Du solltest bis zur Lektion "3. Moving, Rotating, and Scaling Objects" gelangen.
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Einzelne Übungen findest du in den übrigen Anleitungen.
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Den englischen Text kannst du dir ins Deutsche übersetzen lassen:
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USB-Stick - Vorüberlegungen
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- Soll der Stick aus einem Stück oder mehrteilig werden?
- Wie teile ich die gesamte Konstruktion auf?
- Welche Hohlräume treten auf und wie kann ich die möglichst vermeiden (Bridging)?
- Wie platziere ich die Teile möglichst so, dass wenig Stützstrukturen entstehen?
- Wie bekomme ich die Stützstrukturen nach dem Druck weg?
- Welche Maße müssen genau eingehalten werden, z. B. Hohlraum für den Speichereinsatz?
- Sind die Bohrungen groß genug und an der geeigneten Stelle?
- Wo leuchtet die LED?
- Sind Breite und Höhe so, dass ich keine Probleme an den Anschlüssen (Abstand) bekomme?
- Sind die Verbindungsstellen nicht zu dünn, damit nichts abbricht?
Übungen zur Vorbereitung
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Skizziere die Bank von 2 Seiten und zeichne notwendige Stützstrukturen ein.
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Skizziere eine Hülle für einen USB-Stick.
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Der Hohlraum darin soll 21 mm lang, 14 mm breit und 5 mm hoch sein.
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Am Ende des Hohlraumes muss eine kleines Loch in der Mitte sein, damit die LED zu sehen ist.
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Mache deutlich, wo Stützstrukturen benötigt werden. Wie könntest du die Stützen verringern?
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Lösungen zur Vorbereitung
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Bank mit Stützstrukturen
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Bank in Einzelteilen
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Konstruktion
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Der USB-Stick kann einteilig oder zweiteilig konstruiert werden.
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Der Hohlraum für den USB-Stick muss mindestens die Maße L/B/H = 24/14/5 mm haben.
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Einteilige Konstruktion, Stützstruktur muss rausgekratzt werden:
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Achtung: bei der Konstruktion aus einem Teil den Hohlraum etwas größer machen: L/B/H = 24/15/5 mm.
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Zweiteilige Konstruktion:
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Bewertung Entwurf USB-Stick
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- Sind die Einzelheiten gut zu erkennen?
- Sind alle wichtigen Ansichten vorhanden, um alle Details zu sehen?
- Ist der Maßstab (Größenverhältnis) nachvollziehbar?
- Sind die Stützstrukturen sichtbar?
- Kann ich mit diesem Entwurf in Tinkercad weiter arbeiten?
- Ist die Skizze übersichtlich und sauber erstellt?
- Ist das ein kreativer Entwurf mit interessanten Ideen?
Grundkörper
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In dieser USB-Stick Vorlage 2 bekommt ihr einen zweiteiligen Grundkörper, auf den ihr eure eigenen Designs aufsetzen könnt.
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Dabei entspricht der graue Quader der Öffnung für den USB-Stick. Die 2 Hälften werden dann zusammen geklebt.
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Hohlraum
Die Maße des Hohlraumes in mm sind: L/B/H: 24/14/5
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Slicer
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Ein Slicer (Schichter) ist eine Software, die aus einem 3D-Modell eine Datei für den 3D-Drucker vorbereitet. Sie importiert z.B. STL-Dateien aus Tinkercad.
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Slicer erzeugen Druckdateien, zum Beispiel GCode-Dateien, die direkt vom Drucker verarbeitet werden können. Dabei werden die Stützstrukturen mit generiert.
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Wir verwenden die Freeware "Orca-Slicer", die mit verschiedenen Druckertypen kompatibel ist.
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Unser Drucker ist ein Bambu-Lab P1S. Die Parameter können wie unten gezeigt eingegeben werden.
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- Lade am besten die portable-Version herunter, die kann man auf dem USB-Stick starten.
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- Orca-Slicer öffnen:
Ordner suchen, Datei Orca-Slicer öffnen
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- Beim ersten Start von Orcaslicer müssen die Grundeinstellungen gemacht werden. Europa → Bambulab P1S →Generic PLA → Weiter → Weiter
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- Nach dem Start ein neues Projekt erstellen und den Drucker richtig einstellen.
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- Stützstrukturen auf Normal automatisch
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