Immunsystem: Ablauf einer Immunreaktion
Edumaps Wissen🛡️🦠 Immunreaktion - So wehrt sich dein Körper gegen Krankheitserreger
-
Die Immunreaktion ist die Antwort deines Körpers auf Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren.
-
Wenn ein Erreger in deinen Körper gelangt, erkennen spezielle Abwehrzellen ihn als „fremd“.
-
Daraufhin werden Abwehrstoffe (Antikörper) und andere Schutzmechanismen aktiviert, um den Eindringling zu bekämpfen.
-
Manche Abwehrzellen fressen die Erreger auf, andere zerstören befallene Körperzellen.
-
Nach der erfolgreichen Abwehr „merkt“ sich das Immunsystem den Erreger, um beim nächsten Kontakt schneller reagieren zu können.
-
Es gibt eine angeborene Abwehr, die sofort wirkt, und eine erworbene Abwehr, die gezielter ist, aber etwas länger braucht.
So schützt dich die Immunreaktion davor, krank zu werden oder hilft dir, wieder gesund zu werden. -
⚙ immunreaktion
🔬 Erkennung des Erregers
-
Der Ablauf einer Immunreaktion beginnt mit der Erkennung eines Eindringlings wie Bakterien, Viren oder Pilzen.
-
Diese Krankheitserreger tragen spezifische Strukturen auf ihrer Oberfläche, sogenannte Antigene.
-
Immunsystemzellen wie Makrophagen oder dendritische Zellen befinden sich im Körper und erkennen diese Antigene als fremd. Sie nehmen den Erreger auf, zerlegen ihn und präsentieren die Antigene wie ein Warnschild auf ihrer Zelloberfläche.
-
Diese Präsentation alarmiert andere Zellen des Immunsystems.
-
Durch diesen Vorgang wird sichergestellt, dass der Körper zwischen eigenen und fremden Strukturen unterscheiden kann, um eine gezielte Abwehr zu ermöglichen.
-
⚙ erreger
🛡️ Abwehrreaktion
-
Sobald der Erreger erkannt ist, beginnt die eigentliche Abwehr. Verschiedene Bereiche des Immunsystems arbeiten zusammen, um den Eindringling zu bekämpfen:
-
- Spezifische Immunabwehr: T-Zellen und B-Zellen werden aktiviert. T-Helferzellen fördern die Aktivierung anderer Immunzellen, während zytotoxische T-Zellen infizierte Körperzellen zerstören.
- Unspezifische Immunabwehr: Zellen wie natürliche Killerzellen und Makrophagen greifen den Erreger sofort an. Entzündungsreaktionen – erkennbar durch Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerz – werden ausgelöst, um den Erreger einzudämmen.
- Chemische Stoffe wie Interferone und Zytokine unterstützen zusätzlich den Abwehrprozess.
-
Diese Arbeitsteilung sorgt dafür, dass Erreger möglichst effektiv bekämpft werden.
-
⚙ abwehrreaktion
🧬 Antikörperbildung
-
B-Zellen sind entscheidend für die Bildung von Antikörpern, speziellen Proteinen, die gezielt an die Antigene der Erreger binden.
-
Nachdem B-Zellen auf den Erreger treffen und von T-Helferzellen unterstützt werden, differenzieren sie sich zu sogenannten Plasmazellen.
-
- Plasmazellen produzieren große Mengen an Antikörpern.
- Die Antikörper markieren Erreger, sodass andere Immunzellen sie leichter erkennen und beseitigen können.
- Manche Antikörper blockieren wichtige Funktionen des Erregers direkt, etwa indem sie das Eindringen in Körperzellen verhindern.
-
Der Antikörperprozess dauert mehrere Tage, führt aber dazu, dass das Immunsystem eine sehr spezifische und wirksame Abwehr gegen den aktuellen Erreger entwickelt.
-
⚙ antikorper
🧠 Erinnerungseffekt
-
Nach der überstandenen Infektion bleibt das Immunsystem wachsam.
-
Speicherzellen, sogenannte Gedächtniszellen, entstehen während der Immunreaktion:
-
- Gedächtnis-T-Zellen und Gedächtnis-B-Zellen bleiben über Jahre oder Jahrzehnte erhalten.
- Bei erneutem Kontakt mit demselben Erreger erkennen diese Zellen das Antigen schnell wieder und können eine viel raschere und effektivere Abwehr einleiten.
-
Vorgang Zeit beim Erstkontakt Zeit beim Zweitkontakt Aktivierung langsam sehr schnell Antikörperproduktion nach einigen Tagen oft innerhalb Stunden -
Dieser Erinnerungseffekt ist die Grundlage für Impfungen, die das Immunsystem trainieren, ohne dass es zu einer echten Infektion kommt.
-
⚙ erinnerung