Er wurde 1935 wegen Widerstand im Siegburger Zuchthaus verhaftet.
Er stellte sich gegen die Diktatur und wurde von den Nationalsozialsisten unterdrückt.
Als er 49 war, kam Hitler an die Macht. So wie er wurden Hunderttausende wegen ihrer politischen Gegenerschaft verhaftet, deportiert, ermordet und zur Flucht ins Ausland gezwungen.
Ein Jahr später ist er am 31.03.1945 in Flossenbürg gestorben.
Sein Stein wurde 2011 im Dünnwalder Mauspfard 395 in Köln verlegt.
Geburtsort: Obermenden (heute Teil von Troisdorf, NRW)
Familie: Erstes Kind von Michael Nicolay und Christina Bürling, drei jüngere Brüder
Wohnort: Hindenburgstraße 81, später Siegstraße 79, Sankt Augustin
Lebenslauf:
Frühe Jahre: Aufgrund der Invalidität (Arbeitsunfähigkeit) des Vaters musste Elisabeth Nicolay bereits in jungen Jahren zum Familieneinkommen beitragen und arbeitete als Arbeiterin bei der Dynamit AG in Troisdorf, einem Unternehmen, das in der Kriegsproduktion tätig war.
Verhaftungen: Mehrfach wegen „Arbeitsvertragsbruchs“ verhaftet und zu Haftstrafen verurteilt (1941–1943). Diese Verhaftungen standen in Zusammenhang mit ihrer Teilnahme am Widerstand oder ihrer Weigerung, den staatlich vorgegebenen Arbeitsbedingungen zu folgen.
KZ Ravensbrück: Am 24. September 1944 wurde Elisabeth Nicolay in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Später wurde sie zur Zwangsarbeit in das Außenlager der „Universellen Maschinenfabrik“ in Dresden überstellt, das eng mit der Rüstungsproduktion verbunden war.
Letzter bekannter Ort: Nach ihrer Zeit in Dresden wurde sie in die Außenlager Mockethal/Zatzschke und Königstein in der Sächsischen Schweiz verlegt, wo sie weiterhin Zwangsarbeit leisten musste.
Schicksal: Am 18. April 1945 wurde Elisabeth Nicolay zuletzt lebend gesehen, als die SS das Lager auflöste, um vor der anrückenden Roten Armee zu fliehen. Danach verliert sich ihre Spur. Ende 1967 wurde sie für tot erklärt, da es keinerlei Hinweise auf ihr weiteres Schicksal nach Kriegsende gab.
Besonderheiten: Elisabeth Nicolay war unverheiratet und hatte keine Kinder. Ihr Schicksal nach dem 18. April 1945 bleibt ungewiss, und es gibt bis heute keine sicheren Informationen über ihr weiteres Leben oder ihren Tod. Trotz intensiver Nachforschungen konnte ihr Verbleib nie eindeutig geklärt werden.
Hannah Liese Samuel war zur Zeit des Nationalsozialismus Schülerin an der Königin-Luise-Schule in Köln.Sie und ihr Bruder waren die einzigen Überlebenden aus der Familie, die das Dritte Reich überlebten,da beide rechtzeitig nach London emigrierten. Ihre Schwester, ihre Mutter und ihr Vater wurden in Auschwitz ermordet.
• Ihr Vater, Dr. Maximilian Samuel (anerkannter Gynäkologieprofesser mit eigener Praxis in Köln),ihre Mutter Hedwig Anna Samuel und ihre ältere Schwester Liese Lotte gehörten dem jüdischen Glauben an.
• Laut den nationalsozialistischen Kriterien hatten sie den Status einer "Volljüdin" bzw. "Geltungsjüdin".
• Da der Vater jedoch Frontkämpfer im ersten Weltkrieg war und später mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, wurde die fünfköpfige Familie von manchen Verfolgungsmaßnahmen des Regimes ausgenommen.
• Die Kinder hatten dadurch auch erstmal die bleibende Möglichkeit auf eine weiterführende Bildung im deutschen Schulsystem.