Alltag im alten Rom – Leben, Essen, Schule und Unterschiede zwischen Arm & Reich
Edumaps Wissen👧 Kinderleben im alten Rom
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Das Leben der römischen Kinder begann früh mit Spielen im Freien, wie Murmelspielen, Kreisel oder mit Wellenreitern auf Holzbrettern.
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Es gab auch das berühmte „Lupus est!“-Spiel, bei dem ein Kind den Wolf spielte und die anderen zu fangen versuchte – ähnlich wie unser Räuber-und-Gendarm.
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Die Kinder wohlhabender Familien wurden meist zu Hause von Privatlehrern unterrichtet, während ärmere Kinder so früh wie möglich bei den Eltern oder in Handwerksbetrieben mitarbeiten mussten.
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Schon mit sieben Jahren übernahmen viele kleine Römer Verantwortung, wie das Tragen kleiner Aufgaben im Haushalt oder das Mithelfen beim Marktbesuch.
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Kleine Anekdote: Ein beliebtes Spielzeug war die „Pupa“, eine kleine Tonpuppe mit beweglichen Armen und echten Frisuren, die besonders Mädchen liebten.
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⚙ kinderleben
🍞 Was hat man in Rom gegessen?
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- Brot war das Grundnahrungsmittel: Sogar arme Römer nutzten „panis“, einfaches Weizen- oder Gerstenbrot, als Hauptspeise.
- Reiche Haushalte genossen vielfältige Speisen wie Obst, Gemüse, Oliven, Fleisch, Fisch und exotische Gewürze.
- Garum, eine würzige Fischsauce, durfte zu keiner Mahlzeit fehlen.
- Typisch war eine Mahlzeit in drei Teilen: Gustatio (Vorspeise, z. B. Eier und Oliven), Cena (Hauptgang) und Secunda Mensa (Nachtisch, oft mit Obst oder Honiggebäck).
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Arme hatten oft nur Brei aus Getreide und Gemüse. Für sie waren Fleisch und Fisch eine Seltenheit, manchmal gab es nur Feigen oder Bohnen. Anekdote: Ein bekannter Witz erzählte von Lucius, der aus Sparsamkeit seine Oliven siebenmal mit Wasser aufgoss, bis sie fast geschmacklos waren.
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⚙ essen
🏫 Schule und Bildung
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Die Schule im alten Rom hieß Ludus und begann für Kinder meist mit 7 Jahren. Der Lehrer – meist ein Freigelassener oder ärmerer Gelehrter – brachte den Kindern Lesen, Schreiben und Grundrechnen bei.
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Reiche Schüler wurden später privat unterrichtet und lernten Griechisch, Rhetorik sowie Literatur. Das Ziel war, Redekunst und Staatswissen zu erwerben. Für viele arme Kinder endete der Schulweg schon früh, meist nach den Grundkenntnissen, da sie in den Betrieben oder im Haushalt arbeiten mussten.
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Oft saßen Kinder stundenlang auf harten Bänken, lernten aus Wachstafeln und mussten Gedichte auswendig aufsagen. Es gab keine Ferien, außer an religiösen Feiertagen.
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Anekdote: Ein berühmter Gelehrter, Quintilian, führte ein, dass Schüler weniger Schläge und mehr Lob bekommen sollten – für damalige Zeit eine große Neuerung!
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⚙ schule
👗 Kleidung: Toga, Tunika & Co.
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Arme und reiche Römer trugen meist Tuniken, ein einfaches, knielanges Kleidungsstück. Die Farbe und der Stoff zeigten jedoch die soziale Stellung:
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- Reiche Römer bevorzugten feinere Stoffe wie Wolle und Leinen, manchmal sogar Seide.
- Die Toga – Symbol der römischen Bürgerschaft – wurde bei wichtigen Anlässen getragen, vor allem von Männern.
- Frauen trugen die Stola, oft mit schönen Broschen und Gürteln geschmückt.
- Kinder trugen die Tunica praetexta mit purpurnem Saum als Zeichen der Jugend und Unschuld.
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Schuhe hatten einfache Sandalenform. Arme liefen oft barfuß. Schmuck war den Reichen vorbehalten; ein goldener Ring war Statussymbol.
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⚙ kleidung
🏠 Römische Wohnungen & Häuser
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Reiche Römer lebten in Atriumhäusern, mit Innenhöfen, Gärten, Wandmalereien und oft eigenem kleinen Tempel. Sie erhielten Licht durch eine zentrale Öffnung (compluvium) im Dach.
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Merkmal Reiche Römer Arme Römer Wohnungstyp Domus (mit Atrium) Insulae (Mietskasernen) Lage Meist in Stadtmitte oft in den Außenbezirken Ausstattung Bäder, Mosaike, Kunst Kaum Mobiliar, enge Räume -
Arme Römer lebten in beengten, mehrstöckigen Mietshäusern (Insulae), mit nur einem Raum pro Familie. Feuer war eine große Gefahr. Die Wasserversorgung erfolgte an öffentlichen Brunnen.
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⚙ hauser
🧑🔧 Berufe und Alltag
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Typische Berufe im alten Rom waren:
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- Handwerker: Schmiede, Bäcker, Töpfer, Bauarbeiter
- Händler: verkauften auf Märkten Getreide, Stoffe, Töpferwaren
- Lehrende: Grammaticus oder Rhetor unterrichteten reiche Kinder
- Diener und Sklaven: Für reiche Haushalte unverzichtbar
- Bauern: sorgten für Nahrung auf dem Land
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Arme arbeiteten oft hart und lange Tage, während reiche Römer sich Treffen, Theaterbesuche und Bäder gönnten. Ein Senator brauchte nicht zu arbeiten, sondern bestimmte das politische Geschehen der Stadt.
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Anekdote: Der berühmte Bäcker Eutychus verdiente durch eine kreative Brotreihe mit Lorbeer auf dem Laib ein kleines Vermögen und wurde in ganz Rom bekannt!
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⚙ berufe
💰 Arm vs. Reich – Ein Alltag voller Unterschiede
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Die Unterschiede zwischen armen und reichen Römern bestimmten das ganze Leben. Arme mussten schwer arbeiten, aßen einfach und lebten beengt, während reiche Römer großzügig wohnten, große Mahlzeiten und Privilegien genossen.
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Typische Unterschiede:
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- Reiche besaßen Luxusgüter, Schmuck, schöne Kleidung und Hausangestellte.
- Arme hatten meist nur das Nötigste, wohnten auf engstem Raum und mussten mehrfacher Arbeit nachgehen.
- Zugang zu Bildung, Medizin und guter Nahrung stand fast nur den Wohlhabenden zu.
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Bilder aus dem Alltag: Ein Senator im weißen Gewand spaziert durch seine Gartenanlage, während zwei Jungen Wasserkübel in der Insula die Treppen hochschleppen. Der Unterschied zeigte sich in jeder Geste und jedem Tag.
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⚙ armreich