kdd-session #2 | Wohin mit den Smartphones | 24.09.2025
Medienpädagogisches Zentrum LeipzigPräsentation, Evaluation & aktuelle Hinweise
Allgemeine Edumap zum kdd-Sessions-Format
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www.edumaps.de LINK
Breakout #1: Aktuelle Nutzungsregeln an Leipziger Schulen
Perspektiven / Positionen
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- Medienkompetenz schulen vs. Schule als Safe-Space ohne technische Geräte
- Probleme der Smartphone-Nutzung: Fotos machen, Suchtdruck durch Zocken und Social Media
- Smartphone-Nutzung während der Pausen >> keine wirklichen Erholungsphasen zwischen den Unterrichtsstunden ("Zombie-Pausen")
- Smartphone/Tablet-Nutzung während des Unterrichts: Passen Aktivitäten der SuS tatsächlich zur Aufgabe?
- Schwierigkeiten bei der Umsetzung von altersdifferenzierten Regelungen durch die aufsichtführenden Lehrkräfte (kennen nicht alle SuS)
Lösungsansätze
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Unterschiedliche Regelungen an den einzelnen Schulen:
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- Handyverbot für alle SuS vs. Differenzierung nach Klassenstufen
- Smartphones werden abgegeben ("Handyhotel") vs. Smartphones verbleiben ausgeschaltet im Ranzen
- Ausnahmen von Nutzungsverboten an einigen Schulen während (bestimmter) Pausen auf dem Schulhof (oder in anderen Zonen), ggf. differenziert nach Klassenstufen
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Relativ einheitliches Vorgehen in den verschiedenen Schulen bei Verstößen gegen die geltenden Regeln:
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- Einsammeln der Geräte durch Lehrkräfte / Abgabe im Sekretariat bzw. bei der erweiterten Schulleitung (Handytresor)
- Abholung in verschiedenen Eskalationsstufen (abhängig von der Anzahl der Verstöße): durch SuS selbst > (durch Klassenlehrer*in) > durch Eltern
(Unterstützungs-)Bedarfe
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- Klare gesetzliche Regelung mit Spielraum für die einzelnen Schulen (da Weg über Schulkonferenz langsam und mühsam); auch Tablet-Nutzung mit bedenken!
- Wunsch nach genereller Lösung, da altersspezifische Lösungen schwer kontrollierbar durch aufsichtführende Lehrkräfte
- Klären rechtlicher Fragen, Versicherung, sichere Aufbewahrung der Handys > materielle / finanzielle Unterstützung notwendig
Breakout #2: Medienpädagogische Angebote rund um Smartphone-Nutzung an Leipziger Schulen
Perspektiven / Positionen
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háufig nur "schlechte Seiten des Handys" im Blick, nicht das Potenzial
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SuS sollen reflektieren können
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Eigenverantwortung? Inwieweit?
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Umgang muss kritisch hinterfragt werden - SuS sehen es zum Teil ebenso
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pornografische und rassistsiche Inhalte bereits in Klasse 6 zu finden
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Foto- und Film (Mobbing) großes Problem
Lösungsansätze
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Prävention JG 6 - Gefahren im Netz
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Medienscouts
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JG 5 kommt Polizei
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JG 6 moderne Medien achtsam nutzen (Netpiloten - Medienscouts)
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Arbeitsgruppe im Kollegium gründen, SuS mitarbeiten lassen
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Handyhotel: Handy bei Missbrauch abgeben, in zwei Zeitslots holen Eltern Handy wieder ab
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Bei Klassenfahrt ohne Handy verreisen (auch Vorschlag der Eltern)
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Workshops "digitale Demokratie" nicht geeignet für junge SuS
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Handy zu Beginn des Unterrichts in eine Handygarage legen
Breakout #3: Verankerung über Medienbildungskonzepte an Leipziger Schulen
Perspektiven / Positionen
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Leopoldina:
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Einbeziehung der SuS, um Akzeptanz zu erreichen.
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Meinungen:
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- einverstanden mit partizipativ
- Handyverbot lässt sich nicht durchsetzen (LK tragen Einzug des Handys nicht mit)
- im Unterricht klappt es ganz gut
- Handytaschen/Handyhotel (elektronisch verschließbar)
- bei Verstößen Nutzung der Handytasche (bis zum Schultagende)
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- früher kein Problem an Schule, aber seit Corona dann Handlungsbedarf
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- Erfahrungsaustausch zwischen LK und EV
- auch spannende Meinungen der SuS
- später Beschluss durch Gremien (nach Schülersprecherfahrt → Vorschläge)
- pädagogischer Tag → Entwurf
- Verbesserung in GLK, Schülerschaft, ... (Prozesse von 2 Jahren)
(SuS waren teilweise sehr streng)
(Eltern: was passiert bei Missachtung)
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- in SK wurde nur noch beschlossen
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Beispiel aus BSZ:
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- nur einjähriges BVJ, daher fertiges Konzept, dass die SuS unterschreiben müssen
Lösungsansätze
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tieferer Beginn der Diskussion (nicht nur Schülervertreter), ansonsten Akzeptanz zu gering
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Akzeptanz höher, wenn Beteiligung größer
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Akzeptanz ändert sich auch mit der Zeit
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Handyboxen als eine Lösungsmöglichkeit
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Fortbildungsveranstaltung mit LK und SuS gemeinsam → gute Erfahrungen (z. B. SchiLF)
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ggf. Lockerung, wenn eine bestimmte Kultur entwickelt wurde
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Medienscoutausbildung
Vertiefende Lektüre
GMK «Regulieren statt verbieten: Smartphonenutzung an Schulen pädagogisch gestalten»
GMK «Medienkompetenz statt pauschaler Smartphone-Verbote»
Forum Bildung Digitalisierung «Smartphone-Nutzung an Schulen»
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www.forumbd.de LINK
Leopoldina «Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen»
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www.leopoldina.org LINK